Seit 2007 pflanzt PLANT-MY-TREE® Bäume auf Flächen in Deutschland. In diesem Bericht zeigen wir, wie unsere Projekte entstehen, wie Flächen geschützt werden und welche Standards unsere Arbeit begleiten.
Dazu gehören eigene und langfristig gesicherte Flächen, dokumentierte Pflanzungen, ein TÜV Rheinland-zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001, Geotracking sowie konkrete Maßnahmen wie Wildblumenwiesen, Hecken und zusätzliche Lebensraumstrukturen.
Der Bericht richtet sich an Unternehmen, Unterstützerinnen und Unterstützer, die genauer wissen möchten, wie aus einer Baumspende oder Partnerschaft ein nachvollziehbares Aufforstungsprojekt wird.
Wie unsere Flächen geschützt sind
Ein zentraler Aspekt unserer Seriosität ist die Unabhängigkeit von Dritten.
- Unsere Flächen: Viele unserer Flächen gehören der PLANT-MY-TREE® Stiftung und sind langfristig für den Naturschutz gesichert. Einige befinden sich in langfristiger Kooperation und sind vertraglich für mindestens 99 Jahre geschützt. Welche Fläche welchen Status hat, beantworten wir gerne auf Anfrage.
- Rechtliche Absicherung: Wir schaffen dauerhafte Lebensräume mit unseren Stiftungsflächen. Die Stiftungssatzung ist darauf ausgerichtet, die Flächen dauerhaft für den Natur- und Klimaschutz zu erhalten.
Maßnahmen auf unseren Projektflächen
Neben Baumpflanzungen setzen wir auf ausgewählten Projektflächen zusätzliche Maßnahmen für unterschiedliche Lebensräume um.
- Zusätzliche Lebensraumstrukturen: Neben Baumpflanzungen legen wir auf ausgewählten Flächen beispielsweise Wildblumenwiesen und Hecken an und errichten Reptilienburgen. Welche Maßnahmen umgesetzt werden, richtet sich nach den Bedingungen und Zielen des jeweiligen Projekts. Die geschaffenen Strukturen können unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung, Schutz oder Rückzugsräume bieten.
- Besondere Flächen & Naturschutz: Wir betreuen auch spezielle Flächen, derzeit z.B. aktiv eine spezielle FFH-Flächen (Fauna-Flora-Habitat). Hier liegt der Fokus auf der Erhaltung und Entwicklung der jeweils geschützten Lebensraumtypen nach den für die Fläche geltenden naturschutzfachlichen Vorgaben.
- Kalamitätsflächen-Revitalisierung: Wir bearbeiten unter anderem Waldflächen, die beispielsweise durch Trockenheit, Stürme oder Schädlingsbefall geschädigt wurden. Auf diesen Flächen pflanzen wir Mischbestände aus mehreren ausgewählten Baumarten. Welche Arten eingesetzt werden, richtet sich nach Standortbedingungen und Projektziel.
- Mischbestände mit mehreren Baumarten: Abhängig von der jeweiligen Fläche pflanzen wir überwiegend heimische oder für den Standort fachlich ausgewählte Baumarten. Die Mischung verschiedener Arten soll Risiken verteilen und die Entwicklung vielfältiger Waldstrukturen unterstützen.
- Regionale Projekte: Unsere Pflanz- und Flächenschutzmaßnahmen finden auf konkreten Projektflächen in Deutschland statt und werden den jeweiligen Bestellungen und Partnerschaften projektbezogen zugeordnet.
Auditierung und Kontrolle
- Nachweis: Die GPS-Koordinaten ermöglichen die Zuordnung zu einer konkreten Projektfläche. Zu ausgewählten Pflanzaktionen laden wir unsere Baumpflanzpartner und Teilnehmende von Teamevents ein. Die Koordinaten beziehen sich auf die Fläche und nicht auf einzeln eingemessene Bäume.
- Einladung zur Transparenz: Wir laden Partner und Interessierte ein, sich vor Ort ein Bild von unseren Projekten zu machen. Transparenz ist bei uns kein Schlagwort, sondern wird durch die Begehbarkeit vieler Flächen erlebbar. Eine Übersicht unserer Aufforstungsflächen finden Sie hier. Beachten Sie bitte, dass junge Wälder durch einen Zaun vor Wildverbiss geschützt sind.
- TÜV-Zertifizierung: Unser Qualitätsmanagement für die Umsetzung von Aufforstungsprojekten ist durch TÜV Rheinland nach ISO 9001 zertifiziert.
Unser Beitrag zur Agenda 2030: Die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)
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Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Einzelne Projekte auf städtischen oder stadtnahen Grünflächen können thematisch dem SDG 11 zugeordnet werden. Ob diese Zuordnung passt, wird anhand des konkreten Standorts und der jeweiligen Projektmaßnahmen beurteilt. -
Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
Wachsende Bäume nehmen über die Photosynthese CO₂ aus der Luft auf und speichern Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Wie viel gespeichert wird, hängt unter anderem von Baumart, Standort, Alter, Witterung und tatsächlicher Entwicklung ab. Bei der Auswahl der Baumarten berücksichtigen unsere Forstexperten die Bedingungen und Ziele der jeweiligen Fläche. -
Ziel 15: Leben an Land
Auf unseren Projektflächen pflanzen wir Bäume und schaffen auf ausgewählten Flächen zusätzliche Strukturen wie Wildblumenwiesen, Hecken, Reptilienburgen und Nistkästen. Diese Maßnahmen können unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung, Schutz oder Rückzugsräume bieten. -
Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Mehr als 3.250 Unternehmen haben bereits Baumpflanzungen oder andere Projektmaßnahmen über PLANT-MY-TREE® beauftragt. Diese Kooperationen ordnen wir thematisch dem SDG 17 zu.
FAQ
Die Sorge ist berechtigt. Bei manchen Anbietern ersetzt das Pflanzen die eigentliche Arbeit. Bei uns läuft es umgekehrt.
Wenn ein Unternehmen kompensieren möchte, fragen wir zuerst nach: Wo stehen Sie, was tun Sie bereits, haben Sie Ihre Emissionen überhaupt erfasst?
Bäume kommen bei uns am Ende, nachdem ein Unternehmen seinen Ausstoß gemessen und reduziert hat.
Eine Baumspende allein macht niemanden klimaneutral, und das behaupten wir auch nicht. Was Sie bei uns erhalten, ist eine projektbezogen dokumentierte Baumpflanzung oder Naturmaßnahme in Deutschland. Unser Qualitätsmanagement für die Umsetzung der Aufforstungsprojekte ist durch TÜV Rheinland nach ISO 9001 zertifiziert.
Ja, und das ist uns wichtig. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung Ihrer Treibhausgasbilanz, entwickeln konkrete Reduktionsmaßnahmen und begleiten Sie bei der Vorbereitung nachhaltigkeitsbezogener Berichte. Wenn die Anforderungen der ISO 14068-1 relevant sind, unterstützen wir Sie bei deren Prüfung und Dokumentation. Eine unabhängige Zertifizierung oder die Klimaneutralität eines Unternehmens wird dadurch nicht automatisch bestätigt.
Auf Wunsch über zwölf Monate mit monatlichen Follow-up-Calls. Bäume sind dabei ein Baustein, nicht die ganze Antwort. Ihre Klimaberatung übernimmt Daniel Köhler, zertifizierter Klimaschutzbeauftragter und TÜV-zertifizierter Nachhaltigkeitsbeauftragter.
So begleiten wir Sie fachlich fundiert: von der Bilanz über die Reduktion bis zu den Bäumen als letztem Schritt.
Unser Qualitätsmanagement für die Umsetzung von Aufforstungsprojekten ist durch TÜV Rheinland nach ISO 9001 zertifiziert. Die Zertifizierung bezieht sich nicht auf die Umweltwirkung eines Projekts und auch nicht auf einzelne Bäume. Jede Bestellung wird einer konkreten Projektfläche und der bestellten Baumzahl zugeordnet.
Im Gegenteil. Wir übernehmen Flächen, die bereits kahlgeschlagen oder geschädigt sind, und entwickeln daraus wieder Wald. Eine spätere Abholzung zur Holzgewinnung ist auf unseren Stiftungsflächen ausgeschlossen.
Wir verantworten unsere Standorte in Deutschland selbst, statt Flächen nur zu vermitteln. Weltweite Projekte leisten einen wichtigen Beitrag. Unsere Stärke liegt in der direkten Betreuung von Projektflächen in Deutschland. Dazu gehören eigene Stiftungsflächen und langfristig gesicherte Kooperationsflächen. Sie erhalten die GPS-Koordinaten der zugeordneten Projektfläche und Informationen zu ihrer Betreuung.
Auf über 110 Flächen in ganz Deutschland. Als Partner erhalten Sie eine Urkunde mit den GPS-Koordinaten der zugeordneten Projektfläche. Über unser Geotracking können Sie deren Lage einsehen. Besuche sind abhängig von den örtlichen Zugangs- und Schutzbedingungen nach vorheriger Absprache möglich. In den ersten Jahren schützen häufig Zäune die jungen Bäume.
Die CO₂-Bindung eines Baums ist immer eine langfristige Schätzung, weil ein Baum über Jahrzehnte wächst und speichert.
Wenn wir konkrete CO₂-Schätzwerte nennen, legen wir den Zeitraum, die verwendeten Quellen und die Berechnungsmethode offen. Die tatsächliche Kohlenstoffspeicherung hängt unter anderem von Baumart, Standort, Alter, Witterung und Entwicklung des Bestands ab. Die Werte sind modellierte Schätzungen und keine Messung am einzelnen Baum oder ein Nachweis für eine CO₂-Kompensation.
Eine betriebliche Treibhausgasbilanz wird davon getrennt anhand Ihrer Unternehmensdaten und geeigneter Emissionsfaktoren erstellt.
Eigenes Forstpersonal gemeinsam mit Förstern vor Ort. Welche Arten gepflanzt werden, entscheiden wir nach forstlichen Kriterien, mit dem Ziel standortgerechter und gesunder Mischwälder aus vorwiegend heimischen Arten.
Wie viele Setzlinge anwachsen, hängt unter anderem von Baumart, Standort, Witterung und Kontrollzeitpunkt ab. Unsere Flächen werden regelmäßig begutachtet. Ausfälle werden bei der Projektplanung berücksichtigt und bei Bedarf erfolgen forstlich begründete Nachpflanzungen. Einzelne Bäume können trotz dieser Maßnahmen ausfallen. Unser Ziel ist die langfristige Entwicklung des gesamten Waldbestands.
Das richtet sich nach der jeweiligen Fläche, und wir gehen damit offen um. Steht eine Fläche im direkten Besitz unserer Stiftung, ist sie dauerhaft gesichert. Die Satzung verhindert dort jede wirtschaftliche Nutzung oder Abholzung. Flächen aus Kooperationen sind vertraglich für mindestens 99 Jahre geschützt. Möchten Sie wissen, wie lange genau Ihre Fläche gesichert ist, sagen Sie uns Bescheid.


